Inschrift
(Lykisch)

In Sillyon (heutige Tür­kei) ent­deckte Stein­in­schrift aus dem 5./4. Jhd. v. Chr. Ly­kisch ge­hört zur lu­wi­schen Un­ter­grup­pe der Ana­to­li­schen Spra­chen.



Manuskript
(Armenisch)

Die altarmenische Hand­schrift stammt aus dem 5./6. Jhd. Das ar­me­ni­sche Al­pha­bet wurde im 5. Jhd. von dem Mönch Mesrop Maschtoz ent­wickelt.



Codex Argenteus
(Gotisch)

Der Codex Argenteus ("sil­ber­nes Buch") enthält Teile der Evan­ge­lien aus der Bi­bel­über­setzung des Bi­schofs Wul­fila. Ge­fer­tigt um 500, ist er eines der äl­tes­ten Schrift­zeug­nis­se in einer ger­ma­ni­schen Sprache.

Tontafel
(Linear B)

Die in Mykene, Grie­chen­land, ge­fun­de­ne Ta­fel ist in Li­near B be­schrie­ben. Diese Schrift stammt von der kre­tisch-mi­noischen Li­near A ab. Das My­ke­ni­sche ist der äl­tes­te be­kannte grie­chi­sche Dia­lekt (14.–12. Jhd. v. Chr.).



Manuskript
(Tocharisch B)

Die Handschrift enthält ei­nen Text in To­cha­risch B. Die To­cha­ri­schen Dia­lek­te ge­hö­ren zu den aus­ge­stor­be­nen in­do­ger­ma­ni­schen Spra­chen und wur­den in der zwei­ten Hälf­te des 1. Jahr­tau­sends n. Chr. im Ta­rim-Becken (heu­ti­ges Nord­west-China) ge­spro­chen.

Projekte

An zahlreichen Universitäten gibt es Forschungsprojekte zu Themen rund um die Indogermanistik und historisch-vergleichende Sprachwissenschaft, die wir hier kurz vorstellen möchten.

aktuelle Projekte:

VedaWeb

Das Projekt (2017-2020) von Daniel Kölligan, Uta Reinöhl, Patrick Sahle und Jürgen Rolshoven (Köln) hat zum Ziel, eine webbasierte, frei zugängliche Plattform für die sprachwissenschaftliche Erforschung altindischer Texte aufzubauen. Das altindische Textkorpus soll digital einsehbar, morphologisch und metrisch annotiert sowie nach lexikographischen und korpuslinguistischen Kriterien durchsuchbar zur Verfügung gestellt werden. Als Pilottext wird der Rigveda eingespeist werden, der mit den Wörterbüchern Cologne Digital Sanskrit Dictionaries verknüpft werden soll. Die morphologische Annotation dieses Textes wurde an der Universität Zürich (UZH) durchgeführt und dem Projekt zur Verfügung gestellt. In Zukunft wird über die URL vedaweb.uni-koeln.de die Vedaweb-Anwendung erreichbar sein.

Detransitivität in den britannischen Sprachen

Dieses an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelte Projekt wird von PD Dr. Britta Irslinger durchgeführt und für zwei Jahre von der DFG gefördert (2017-19). Ziel des Projekts ist die korpusbasierte Untersuchung des Ausdrucks von Detransitivität (Reflexivität, Reziprozität und mediale Konstruktionen) in den britannischen Sprachen mit Schwerpunkt auf dem Kymrischen. Erforscht werden die diachronen Veränderungen der Distribution und Funktionen der verschiedenen Marker sowie konvergente Entwicklungen mit den jeweiligen Nachbarsprachen. Hierbei ist u.a. die umstrittene Frage von Interesse, wie die parallelen Verwendungen der kymrischen und englischen komplexen Intensiva (kymr. ei hun, engl. himself usw.) als Reflexivmarker zu beurteilen sind.

Ein interaktives Onlineetymologikon des Lepontischen

Unter der Leitung von Mag. Dr. David Stifter entsteht ein innovatives etymologisches Onlinewörterbuch zu der altkeltischen Sprache Lepontisch (2015-2019). Eine genauere Beschreibung des Projekts finden Sie hier.

The Homeland: In the footprints of the early Indo-Europeans

By correlating concepts like wool, honey bee and horse with archaeological findings, “The Homeland” aims at identifying when and where Proto-Indo-European was spoken. The project is cross-disciplinary, linking linguistics and archaeology from the outset. Most former studies have addressed the question from either a linguistic or an archaeological perspective.
It is funded (2015-2018) by the Carlsberg Foundation and the Department of Nordic Studies and Linguistics, University of Copenhagen.

Digitales philologisch-etymologisches Wörterbuch der altanatolischen Kleinkorpussprachen Teilprojekt: Indogermanische Etymologie der altanatolischen Kleinkorpus­sprachen

Das von der DFG geförderte Projekt (seit 2014) umfasst mehrere Teilprojekte. Zu dem Teilprojekt an der Indogermanistik der LMU München siehe die Projekthomepage.

Die Legende vom Leben des Buddha in tocharischen Texten

Ziel des von der DFG geförderten Projekts (2013-2016) ist es, erstmals alle bei den Tocharern überlieferten indischen Werke zur Buddhalegende sprachwissenschaftlich und philologisch-vergleichend unter Einbeziehung der zentralasiatischen Paralleltexte auszuwerten und so einen Beitrag zur sprachwissenschaftlichen Erschließung des Tocharischen und zur Erforschung des tocharischen Buddhismus sowie der Entwicklung der Buddhalegende an der nördlichen Seidenstraße zu leisten. Grammatik und Lexikon beider tocharischer Sprachen sind noch nicht vollständig erschlossen. Naturgemäß erfordert die Erforschung noch weniger bekannter altindogermanischer Sprachen eine enge Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Im Falle des Tocharischen sind das vor allem die Indogermanistik mit ihrer historisch-vergleichenden Methode sowie die Indologie, die Zentralasienkunde und die Buddhismusforschung, deren jeweilige Kompetenz in dem Projekt exemplarisch zusammengeführt werden soll. Siehe auch hier.

IECASTP - Indo-European Case and Argument Structure in a Typological Perspective

It has been categorically assumed within both synchronic and diachronic linguistics that oblique or non-nominative subjects are a modern phenomenon in the Indo-European languages where they are attested, and that they have developed from objects, although the exact nature of this development remains both unexplored and unaccounted for. A more radical view was suggested in Eythórsson and Barðdal (2005) where it is argued that subject-like obliques in Germanic already behaved syntactically as subjects in Old Germanic. This raises the question whether there has at all been a development from object to subject status in the proto-language. In order to answer that question, a proper investigation will be carried out of non-canonically case-marked argument structure constructions in Indo-European, including the following: a) the semantics and predicate structure of oblique-subject predicates in the Indo-European languages, b) the syntactic function of the subject-like oblique in the early and archaic Indo-European languages, c) the distribution and nature of oblique anti-causative intransitives in the West-Indo-European languages, d) the origin, emergence and development of argument structures with oblique subjects in the IE languages, and e) the development of object case marking in the earliest IE languages. Genaueres.

Thüringer Etymologisches Wörterbuch (THEW)

Unter der Leitung von Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr bearbeiten Dr. Sergio Neri und Laura Sturm M.A. ab Dez. 2012, Dr. Sabine Ziegler (für Dr. Sergio Neri) ab August 2013 am Lehrstuhl für Indogermanistik in Jena (DE) die zum Wortfeld "Haus und Hof" gehörenden Wörter aus Thüringer Dialekten hinsichtlich germanischer und indogermanischer Etymologie, Wortbildung sowie ihrer semantischen Entwicklung. In der zweiten Projektphase von Juli 2016 - Juni 2018 arbeiten Henry Seidel M.A und Christoph Hössl M.A. daran weiter. Das Projekt wird von der DFG gefördert.

Eine Gesamtedition der Tocharischen Handschriften (CEToM)

In dem von dem österreichischen FWF (START-Programm) seit Februar 2011 für den Zeitraum von 6 Jahren geförderten Projekt möchten die Projektleiterin Prof. Dr. Melanie Malzahn von der Universität Wien und ihre Mitarbeiter/-innen tocharische Textzeugnisse aufbereiten und in einer Gesamtedition zugänglich machen. Dabei werden Photographien der Texte veröffentlich samt Umschrift, deutscher Übersetzung und sprachwissenschaftlichem Kommentar; ferner soll eine Datenbank mit guten Suchfunktionen erstellt werden und schließlich online zugänglich sein. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Deutsche Wortfeldetymologie in europäischem Kontext

Ein Team von Indogermanistinnen (PD Dr. Susanne Zeilfelder (Arbeitsstellenleitung), Dr. Bettina Bock, Dr. Sabine Ziegler) erarbeitet seit April 2007 an der Univ. Jena (DE) ein neuartiges Wörterbuch, in dem vor allem die semantische Entwicklung deutscher Wörter und Phrasen seit dem Althochdeutschen unter Einbeziehung von Entlehnungen und Europhrasen untersucht wird. Für das äußerst datenreiche Projekt wird von zwei technischen Mitarbeitern (Ulrike Ertel, M.A., Dr. Stefan Lotze) eine Datenbank programmiert, die viele Möglichkeiten der Datensuche zulässt. Dieses Langzeitprojekt wird von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig gefördert, Projektleiterin ist Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr. Link

Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen (EWA)

Ein Team von Indogermanisten (Dr. Maria Kozianka (Arbeitsstellenleitung); Dr. Roland Schuhmann, Dr. Harald Bichlmeier) erarbeitet an der Univ. Jena (DE) den inzwischen 6. Band des Wörterbuchs; Projektleiterin ist Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr. Das Wörterbuch ist ein Langzeitprojekt der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Link

Indo-European Etymological Dictionary (IEED)

Seit 1991 wird an der Univ. Leiden (NL) in einem groß angelegten Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Lubotsky eine Reihe etymologischer Wörterbücher zu indogermanischen Sprachen erarbeitet. Das Projekt wird von der Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO) gefördert.

RIVELEX. Rigveda-Lexikon/momentan nicht weitergefördert

An der Univ. Salzburg (AT) wird unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Krisch ein neues achtbändiges Rigveda-Wörterbuch nach den neuesten Erkenntnissen der allgemeinen und indogermanischen Sprachwissenschaft erstellt. Der erste Band (Buchstabe a, der etwa ein Achtel des gesamten rigvedischen Wortschatzes umfasst) ist 2006 im Leykam-Verlag erschienen, der zweite Band (die restlichen Vokale)  ist 2012 erschienen. Mitarbeiter: Dr. Christina Katsikadeli, Dr. Stefan Niederreiter, Mag. Konstantinos Sampanis und Dr. Sabine Ziegler. Das RIVELEX wurde vom österreichischen Fonds für wissenschaftliche Förderung (FWF) von 2000 - 2010 finanziert.

abgeschlossene Projekte:

Mehrdimensionale Wortschatzvernetzung

Ein von den Jenaer Indogermanistinnen Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr, Dr. Bettina Bock und Dr. Sabine Ziegler sowie dem Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Johannes Ruhland und dem Diplomkaufmann Ralf Herud gemeinsam erstellter Projektantrag ist für das BMBF-Förderprogramm „Forschung für den Markt im Team“ (ForMaT) im Rahmen der Innovationsinitiative Neue Länder „Unternehmen Region“ausgewählt worden. 30 Projekte wurden für die Förderphase I ausgewählt. Unter diesen ist die „Mehrdimensionale Wortschatzvernetzung“ – so der Titel des Projekts – das einzige geisteswissenschaftlich fundierte Vorhaben. In der Förderphase I, die für 6 Monate mit bis zu 100.000 EUR unterstützt wurde, ging es darum, das kommerzielle Verwertungspotential indogermanistischer Forschungsergebnisse gemeinsam einem Screening zu unterziehen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass eine Internetplattform die besten Möglichkeiten bietet, unsere Forschungsergebnisse für die Öffentlichkeit aufzubereiten.

Bearbeitung und digitale Edition der Hymnen und Gebete in hethitischer Sprache (CTH 371-389)

An der Univ. Marburg, Lehrstuhl für Vergleichende Sprachwissenschaft, werden unter der Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Rieken die genannten Gebete aufgearbeitet (Mitarbeiter: Dr. Jürgen Lorenz, Alexandra Daues, M.A., Sandra Hermann, B.A., Benedikt Naglik, B.A.). Das Projekt wird 2011-2014 von der DFG finanziert. Projekthomepage.

Westeuropa als Sprachbund aus historisch-vergleichender Perspektive

Von 2010-2013 untersuchte Dr. Britta Irslinger an der Univ. Freiburg/Br. in dem von der DFG geförderten Projekt translinguistische Konvergenzen der keltischen, romanischen und germanischen Sprachen sowie des Baskischen. Deren Anwesenheit in Westeuropa ist seit der Antike dokumentiert. Ständiger Austausch und Sprachkontakt, der durch geografische, kommerzielle, technische und politische Gegebenheiten begünstigt wurde, führte zur Angleichung der beteiligten Sprachen und zur Ausbildung eines spezifisch westeuropäischen Sprachtyps. Derzeit existieren verschiedene Ansätze zur Beschreibung typologischer Gemeinsamkeiten europäischer Sprachen und ihrer Zusammenfassung in verschiedenen Sprachbünden. Neben dem Balkan-Sprachbund  ist vor allem der viel beachtete SAE-Sprachbund zu nennen, als dessen prototypische Vertreter die großen mitteleuropäischen Schriftsprachen angesehen werden. Das Postulat eines "westeuropäischen" Sprachbundes will im Gegensatz dazu die Rolle der sog. "Randsprachen" Inselkeltisch und Baskisch stärker berücksichtigen aufgrund der Tatsache, dass diese in der vergangenheit weiter verbreitet waren und ihr Einfluss auf die Ausbildung des europäischen Sprachtyps daher nicht vernachlässigt werden darf. Hierzu wird die Umstrukturierung grammatischer Teilsysteme der westeuropäischen Sprachen - aus dem Blickwinkel der Konvergenz und unter Berücksichtigung der diachronen Entwicklung - untersucht.

Die Informationsstruktur in älteren indogermanischen Sprachen

An dem seit Mai 2009 von der DFG geförderten Projekt erarbeiten Dr. Susanne Schnaus, Dr. Carlotta Viti, Dr. Bettina Bock, Claudia Schneider, M.A., und Matthias Passer, M.A., unter der Leitung von Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr an der Univ. Jena (DE) die Informationsstruktur des Altindischen, Griechischen, Hethitischen und Lateinischen. Im Mittelpunkt stehen die Untersuchung von Diskursstrategien, die Topik- und Fokusarten sowie die linke und rechte Peripherie des Satzes.

Referenzkorpus Altdeutsch

Seit Februar 2009 entsteht eine Datenbank sprachwissenschaftlich annotierter altdeutscher Texte in Zusammenarbeit von Prof. Dr. Karin Donhauser (Deutsche Sprache und Linguistik, HU Berlin), Prof. Dr. Jost Gippert (Vergleichende Sprachwissenschaft, Univ. Frankfurt/Main) und Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr (Indogermanistik, Univ. Jena) sowie ihren Mitarbeitern. Das Projekt wird von der DFG gefördert.

Die Funktion und Entwicklung von Lokalpartikeln im Vedischen

Von Februar 2009 - Februar 2014 wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Heinrich Hettrich an der Univ. Würzburg (DE) von den beiden Mitarbeiterinnen Dr. Antje Casaretto und Dr. Carolin Schneider die vedischen Lokalpartikeln in funktionaler Hinsicht synchron und diachron untersucht. Das Projekt wurd von der DFG gefördert. Weitere Informationen können Sie hier erhalten.

Die altkeltischen Sprachreste in Österreich

Seit Sommer 2008 untersucht Mag. Dr. David Stifter von der Univ. Wien (AT) im Rahmen eines FWF-Projektes die Reste keltischer Sprache in Österreich, darunter auch "Endlichers Glossar", das man als einziges altes "gallisches Wörterbuch" bezeichnen könnte. Auch wenn es nicht allzu viele Wörter umfasst, ist es doch von unschätzbarem Wert für Historische Sprachwissenschaft und Keltologie.

PROIEL - Pragmatic Resources in Old Indo-European Languages/beendet

In diesem vom Norwegian Research Council (Programm YFF, 2008-2012) geförderten Projekt werden an der Univ. Oslo (NO) unter der Leitung von Prof. Dr. Dag Haug die Sprache des griechischen Neuen Testaments und ihre Übersetzungen ins Lateinische, Gotische, Armenische und Altkirchenslavische vergleichend untersucht mit folgenden Schwerpunkten: Wortstellung / Diskurspartikeln / Pronomina und PRO-drop / Definitsheitsmarkierung / Partizipien und ihre (nebensatzwertige) Verwendung für Hintergrundinformationen. Genaueres.

Stressing the facts, Accentuation in Hittite

Unter der Leitung von Dr. Alwin Kloekhorst wurde an der Univ. Leiden (NL) das Akzentuierungssystem des Hethitischen - auch vor dem Hintergrund der Akzentuierungssysteme anderer indogermanischer Sprachen - untersucht. Das Projekt wird von der Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO) im Rahmen des Vernieuwingsimpuls Veni von März 2008 - März 2011 gefördert.

Altlitauisches Etymologisches Wörterbuch

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Hock wurde an der Humboldt-Univ. Berlin (DE) eine vollständige etymologische Neuanalyse des altlitauischen Lexikons von den Mitarbeitern Dr. Elvira-Julia Bukevičiūtė, Dr. Rainer Fecht, PD Dr. Anna Helene Feulner, PD. Dr. Eugen Hill und PD Dr. Dagmar Wodtko erarbeitet. Geplant ist ein Umfang von rund 4000 Artikeln in zwei Bänden. Von April 2007 - Sept. 2013 wurde das Projekt von der DFG gefördert. Mehr zum Projekt ALEW.

Verbalnomina im Indoiranischen und Keltischen

2007-2013 werden unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Stüber an der Univ. Zürich (CH) Form, Funktion und syntaktische Verwendung von Verbalnomina in infinitivähnlichen Ausdrücken im Vedischen, Avestischen, Altirischen und Kymrischen untersucht. Das Projekt wird bis Juni 2011 vom SNF finanziert. Weitere Mitarbeiter sind Dr. Thomas Zehnder und Dieter Bachmann, lic.phil. Genaueres.

Edition des Wörterbuchs des Mittelarmenischen von Josef Karst

Das von der VolkswagenStiftung 2007-2009 geförderte Projekt setzt sich zum Ziel, das durch Zerfall gefährdete Manuskript des Armenologen Josef Karst durch eine ausführliche Edition zu retten. Es ist die umfangreichste Sammlung zum Mittelarmenischen und zugleich ein Kompendium der mittelarmenischen Kultur, denn Karst hat außer den Lemmata und deren Übersetzung zahlreiche Anmerkungen zu Geschichte, Recht, Medizin usw. gesammelt. Die Edition der etwa 8000 Blätter geschieht in Zusammenarbeit zwischen der Univ. Halle (DE) unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Meiser, PD Dr. Armenuhi Drost-Abgaryan und dem Maštoc-Matenadaran-Institut in Jerewan (AM).

Das altalbanische Verb im balkanischen Kontext

In dem von dem österreichischen FWF seit Sept. 2006 geförderten Projekt untersuchen Dr. Stefan Schumacher und Dr. Joachim Matzinger an der Univ. Wien (AT) das Verbalsystem des Altalbanischen aus einer synchronen und diachron-etymologischen Perspektive. Das Albanische spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung des Balkansprachenbundes.

A Dictionary of the Old-Irish Glosses in the Milan Codex Ambrosianus C 301

Unter der Leitung von Mag. Dr. David Stifter und der Mitarbeit von Dr. Aaron Griffith entsteht an der Univ. Wien (AT) zur Zeit ein das gesamte Sprachmaterial der Mailänder Glossen umfassendes Wörterbuch, das vom Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) 2006-2011 gefördert wurde. Beschreibung.

Historische Syntax des Jiddischen mit transkribiertem Textkorpus / Linguistic Change and Language Contact in the Syntax of Yiddish

An der Univ. Jena (DE) wurden zwei Projekte zum Jiddischen bearbeitet, von denen das eine bis August 2009 durch die DFG gefördert wurde (Henrike Kühnert, M.A., Programmierung des Textkorpus: Marc Emmerich), das andere entsteht seit 2002 in Kooperation von Prof. (em.) Dr. Rosemarie Lühr mit Prof. Dr. Moshe Tauber von der Hebrew Univ. Jerusalem (IL) und wird von der German-Israeli Foundation unterstützt (Kathrin Schaaff, M.A., Henrike Kühnert, M.A., Esther-Miriam Wagner, M.A.).

Archäologisch-sprachwissenschaftliches Corpus der Denkmäler mit lykischer Schrift

Ein Team von Archäologen und Sprachwissenschaftlern der Univ. Wien (AT) wird in einem auf vier Bände angelegten Kompendium alle lykischen Inschriften neu erfassen und kommentieren. Die Leitung der sprachwissenschaftlichen Seite obliegt Prof. Dr. Heiner Eichner. Das Projekt wird vom österreichischen FWF gefördert.

Neuedition der "Etruskischen Texte"

Unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Meiser wird an der Univ. Halle/Saale (DE) eine Neubearbeitung der Etruskischen Texte von Helmut Rix verfasst unter Einbeziehung neugefundener oder bisher verschollener etruskischer Inschriften. Dazu wird auch eine CD-ROM erstellt, die komfortable Suchfunktionen bieten wird. Das Projekt wird von der DFG gefördert.

19/10/2017
 


Silbersiegel
(Anatolisch)

Silbersiegel des he­thi­ti­schen Kö­nigs Tarkas(sa)­nawa aus Mira (ana­to­li­sche Hie­ro­gly­phen und Keil­schrift)



Steintafel
(Griechisch)

Die Stein-Inschrift stammt aus dem 5. Jhd. v. Chr. Auf ihr fin­den sich Na­men be­deut­sa­mer Per­sön­lich­kei­ten der An­ti­ke, zum Bei­spiel der des Re­for­mers Kleisthe­nes oder des Ty­ran­nen Hippias

Transliteration:
[Фιλόνεος]
[´Ον]ετο[ρ---?]
[h]ιππία[ς]
[K]λεισθέν[ες]
[M]ιλτιάδες
[Kα]λλιάδες
[…..]στρατ[ος]