Merseburger Zaubersprüche
(Althochdeutsch)

Die zwei um 950 in Alt­hoch­deutsch ver­fas­sten Mer­se­bur­ger Zau­ber­sprüche (hier ei­ne hand­schrift­li­che Ko­pie) sind Zeug­nis­se der alt­ger­ma­ni­schen My­tho­logie.

Inschrift
(Italisch)

Die wohl umbri­sche In­schrift stammt aus As­si­si, Ita­lien, und wird auf ca. 100 v. Chr. da­tiert. Sie be­zeugt durch das im Da­tiv auf­tre­ten­de Ad­jek­tiv ARENTEI "Aren­tisch" den Kult um ei­ne ita­li­sche Gott­heit na­mens *Arents oder *Arent(ij)a.
erhaltener Text:
ARENTEI O[
ASO SACR[



Manuskript
(Sanskrit)

Sanskrit (in Deva­na­ga­ri-Schrift) ist die hei­lige Spra­che des Hin­du­is­mus und ge­hört zu den in­do­ari­schen Spra­chen. Pa­ni­ni (4. Jhd. v. Chr.) ver­fas­ste eine Sanskrit-Sys­te­ma­tik, die äl­tes­te über­lie­fer­te Gram­ma­tik.



Grabinschrift
(Altpersisch)

Eine aus dem Jahr 1880 stam­men­de alt­per­si­sche Grab­in­schrift ei­nes Par­sen aus Mum­bai, In­dien. Sie zeigt Zi­ta­te aus der schon be­kann­ten Da­rius-In­schrift von Naqs-i-Rustam a (DNa 1–4, 43–45 und 56–60).



Reichenauer Schulheft
(Latein mit Altirisch)

Die Handschrift aus dem 9. Jhd.n.Chr. zeigt die Halb­unzial­schrift in ihrer letz­ten Ent­wick­lungs­stufe. Das Heft ent­hält (ne­ben gram­ma­ti­schen Übungen, astro­no­mi­schen Ta­bel­len und ande­rem) iri­sche Ge­dich­te, da­run­ter „Pangur Bán“ aus dem 8. Jahr­hun­dert.

DER VORSTAND

für die Wahlperiode 2016-2020

Vorsitzende:

Dr. Sabine ZIEGLER
HU Berlin, Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Historische Sprachwissenschaft, Dorotheenstr. 24, D-10099 Berlin — Sächsische Akademie der Wissenschaften, Projekt DWEE, Arbeitsstelle: Seminar für Indogermanistik, FSU Jena, Zwätzengasse 12, D-07743 Jena
ziegler(at)saw-leipzig.de

Stellvertretender Vorsitzender:

Prof. Dr. Daniel PETIT
Linguistique indo-européenne, Ecole Normale Supérieure, 45 rue d'Ulm, 75005 Paris — École Pratique des Hautes Études, 4-14 rue Ferrus, 75014 Paris
petit.daniel.dpt(at)gmail.com

Schriftführer und Herausgeber des Kratylos:

Prof. Dr. Olav HACKSTEIN
Fakultät für Sprach- und Lite­ra­tur­wis­sen­schaften, De­part­ment II: Histo­rische und Indo­ger­manische Sprach­wis­sen­schaft der Ludwig-Maximilians-Univ. München, Schellingstr. 33, Rückgebäude, D-80539 München
olav.hackstein(at)lrz.uni-muenchen.de

Medien- und Computerreferentin (zugleich Verantwortliche für die Homepage):

PD Dr. Agnes KORN
Centre national de la recherche scientifique (CNRS), UMR Mondes iranien et indien, 27 rue Paul Bert, F-94204 Ivry-sur-Seine
agnes.korn(at)cnrs.fr

Pressereferent (Verantwortlicher für den Informationsaustausch und die Mitgliederbetreuung):

Florian SOMMER, M.A.,
Universität Zürich, Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft, Indogermanistik, Plattenstrasse 54, CH-8032 Zürich
florian.sommer2(at)uzh.ch

Kassenwartin:

Frau Ursula REICHERT
Dr. Ludwig Reichert Verlag, Tauernstr. 11, D-65199 Wiesbaden
reichert.verlag(at)t-online.de

Vertreter/innen des Mittelbaus (zuständig für die Preise der IG):

PD Dr. Daniel KÖLLIGAN
Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft, Institut für Linguistik, Meister-Ekkehart-Str. 7, D-50923 Köln
dkoellig(at)uni-koeln.de

Theresa ROTH, M.A.
Vergleichende Sprachwissenschaft und Keltologie, Institut für klassische Sprachen und Literaturen, Wilhelm-Röpke-Straße 6e, D-35032 Marburg
rotht(at)staff.uni-marburg.de

Vertreter der Studierenden:

Felix MANCZAK
Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Historische Sprachwissenschaft, Dorotheenstr. 24, D-10099 Berlin
manczakf(at)hu-berlin.de

Andrew WIGMAN
Fakultät für Sprach- und Lite­ra­tur­wis­sen­schaften, De­part­ment II: Histo­rische und Indo­ger­manische Sprach­wis­sen­schaft der Ludwig-Maximilians-Univ. München, Ludwigstr. 25, D-80539 München
andrew.m.wigman(at)gmail.com

 


Grabinschrift
(Altirisch)

Irischer Grabstein aus Ballin­taggart, Coun­ty Ker­ry, ca. 5. Jhd. n. Chr., in der alt­iri­schen Ogam-Schrift.

Transkription:
Maqqi-lari koi maqqi muccoi Dovinias

Übersetzung:
(Grabstein des) Mac-lar hier, ei­nes Soh­nes aus dem Clan des Duibne



Münze
(Lateinisch)

Römische Münze aus der Zeit des Kai­sers Ela­ga­bal (um 220) mit dem Ab­bild ei­ner re­li­giö­sen Pro­zes­sion.

Inschrift:
Sanct Deo Soli
Elagabal

Übersetzung:
dem heiligen Sonnengott
Elagabal